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TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel: „Sehr schwierige Mission Mattles“, von Alois Vahrner, Ausgabe vom Sonntag, 10. Juli

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Mattle hat ohne jeglichen Landeshauptmann-Bonus und bei viel Gegenwind nur elf Wochen Zeit, eine Trendwende zu schaffen.

Innsbruck (OTS) – Die Parteitags-Hürde hat Tirols neuer ÖVP-Chef Toni Mattle erwartungsgemäß klar genommen. Den echten Elchtest hat er aber mit der Landtagswahl erst noch vor sich.

Mit seiner Rücktritts-Ankündigung hatte LH Günther Platter alle (vor allem auch die Widersacher in der eigenen Partei) überrascht. Und fast in Landesfürsten-Manier drückte er mit Toni Mattle seinen eigenen (Wunsch-)Nachfolger durch. Weil Platter auch eine Wahl-Vorverlegung ankündigte, blieb den schwarzen Partei­granden ohnehin nichts übrig, als den Nachfolger durchzuwinken. Jetzt einen internen Machtkampf zu starten, hätte an politisches Harakiri gegrenzt.
Selbst wenn sich manche ÖVP-VertreterInnen sonst oft selbst die schärfste Opposition sind, wurden auch beim Parteitag Konflikte oder Kritik tunlichst vermieden. Augen zu und durch sowie volle Kraft in Richtung Wahlkampf lautet das Motto. Mit 98,9 Prozent fuhr Mattle jedenfalls ein sehr starkes Ergebnis ein – fast so viel wie Platter 2018 ebenfalls im Wahlkampf mit 99,32 Prozent. Der wenig später zurückgetretene ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz bekam im Vorjahr noch 99,4 Prozent, Karl Nehammer jüngst sogar 100 Prozent.
Gerade das Beispiel der verglühten ÖVP-Lichtgestalt Kurz zeigt, wie schnell es in der Politik in alle Richtungen gehen kann. Mattle blieben mit Platters Coup interne Führungsdiskussionen zwar erspart – er muss aber ohne Landeshauptmann-Bonus und trotz starkem Gegenwind (von Corona-Frust und Teuerung bis hin zu verschiedenen ÖVP-Affären) in nur elf Wochen eine Kehrtwende schaffen. Bei der letzten Tirol-Wahl hatte die ÖVP noch fast 45 Prozent geholt, laut Umfragen liegt sie nur bei 30 bis 32 Prozent. Ohne die Partei zu vergraulen, werden da auch neue inhaltliche und personelle Impulse nötig sein. Bei der Wahl am 25. September wird Mattle die Kastanien noch halbwegs aus dem Feuer holen müssen. Sonst könnte sein Polit-Schicksal auch schon wieder besiegelt sein.

Tiroler Tageszeitung
0512 5354 5101
[email protected]

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