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Das jahrzehntelange Ignorieren der Stimme der Pflege fällt uns nun auf den Kopf

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Die Spitäler füllen sich – daran ist nicht nur Corona Schuld

Wien (OTS) – Österreich hat sich in der Versorgung der Bevölkerung sehr auf den Akutbereich fokussiert. Unter den OECD Ländern hat Österreich die zweithöchste Dichte an Krankenhausbetten. Nachdem dort die Ressourcen gebunden sind, bleibt für den Ausbau vor- und nachgelagerter Strukturen wenig übrig. Das wäre aber dringend notwendig, damit die Spitäler entlastet werden.

Die Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV) Mag. Elisabeth Potzmann sagt: „Die Aufnahmen aus sozialer Indikation sind ein alter Hut und erreichen alljährlich in der Urlaubszeit ihren Höhepunkt. Fällt nämlich die Hauptbetreuungsperson zuhause weg, werden die Angehörigen mitunter schlechter versorgt und landen letztendlich im Spital. Pflegepersonen wissen das und spüren die Auswirkungen. Das Problem ist allerdings, dass sie in Österreich nicht gehört werden.“

Es gibt keine Entscheidungsstruktur in der die Pflege eingebunden ist, sodass dieser Missstand beseitigt werden kann.

Spätestens mit der Einführung des Pflegegeldes hätte eine nachhaltige pflegerische Versorgungsstruktur aufgebaut werden müssen. Stattdessen hat man sich zu sehr auf die Familie und die 24-Stunden-Betreuung verlassen. Das führt dazu, dass immer wieder Patient:innen aufgrund von sozialer Indikation im Krankenhaus aufgenommen werden müssen. Aber auch die soziale Indikation ist eine Indikation. Diese Patient:innen dürfen nicht als Patient:innen zweiter Klasse behandelt werden, weil verabsäumt wurde entsprechende Strukturen aufzubauen.

„Die Pflegenden haben in den letzten Jahren Großartiges geleistet. Sie haben in herausragender Qualität getestet, geimpft und Pandemiemanagement betrieben. Gerne würden wir unser Angebot ausweiten und so die Spitäler entlasten“, sagt ÖGKV Präsidentin Mag. Elisabeth Potzmann.

Um das zu ermöglichen, ist es notwendig den gesetzlichen, strukturellen und finanziellen Rahmen zu schaffen. Das langfristige Ziel muss sein, dass niemand gezwungen ist ins Spital zu gehen, wenn dies nicht aus medizinischen Gründen erforderlich ist.

Das Gesundheits- und Pflegesystem neu denken, nicht in alten Strukturen verharren! Unser Gesundheitssystem dreht sich sonst weiter im Kreis. Deshalb fordert der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) die Einführung eines Staatssekretariates für Pflegefragen.

Kontakt:
Bakk. Anna Papaioannou
ÖGKV Fachbereich Pflege
[email protected]
01/4782710 – 15
www.oegkv.at

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